In der Werkstatt stehen viele Fahrzeuge mit Sattelkipper

 

Wenn das Auto einen Schaden hat, dann fährt man damit in die Werkstatt, ganz einfach. In unserem Ort befand sich jedoch weit und breit nur eine einzige Autowerkstätte und merkwürdigerweise hatte gefühlt die halbe Ortschaft ein Problem mit ihrem Fahrzeug. Vielleicht lag es auch am Wetter So mussten wir rund 30 Kilometer weiter fahren in die nächste Stadt, bis wir eine Reparaturstätte ausfindig machen konnten. Sie wurde uns von unserem Nachbarn empfohlen und das sparte uns viel Zeit und Mühe. Vorab haben wir telefonisch einen Termin vereinbart, um die Wartezeit so kurz wie möglich zu halten. Das war auch sehr klug von uns, wie sich bei der Ankunft herausstellte. Es standen bereits viele Fahrzeuge – einige mit Sattelkipper – in der Warteschlange.

Ein kleines Problem

Wir mussten etwa 15 Minuten warten, bis der Mechaniker für uns frei war und sogleich unser Auto inspizierte. Es dauerte gar nicht lange und er meinte, es handle sich nur um ein kleines Problem, welches er sofort beheben könne. Da wurde er plötzlich von seinem Kameraden gerufen, der bei den LKWs mit Sattelkipper beschäftigt war. Er entschuldigte sich und war nach 10 Minuten wieder bei uns. Im Schlepptau hatte er einen etwas jüngeren Kollegen, den er einschulen wollte. Zusammen kümmerten sich die zwei also um unsere in die Jahre gekommene Rostlaube. Es war mehr die emotionale Verbindung – wie das beim ersten Auto so ist – als die Funktonalität des Fahrzeugs. Wir beschlossen uns in der Zwischenzeit ein kühles Getränk in dem kleinen Kaffeehaus nebenan zu gönnen. Die Kuchen und Torten sahen köstlich aus, deswegen bestellte sich jeder ein Stück Torte zum Getränk. Nach einer halben Stunde war unsere Rosthaube auch schon wieder betriebsbereit und wir konnten die Heimreise antreten.

Der Überraschungsbesuch

Da es erst früher Nachmittag war, beschlossen wir meiner Schwester einen Besuch abzustatten. Sie ist vor vier Monaten Mutter geworden und hatte alle Hände voll zu tun mit der Kleinen, wie sie mir während der wöchentlichen Anrufe erzählte. Ihr Haus lag quasi auf dem Rückweg und so rief ich sie an, um ihr und meinem Schwager Bescheid zu geben. Meine Nichte schlief gerade, so dass meine Schwester kurz verschnaufen und mit uns in Ruhe einen Nachmittagstee trinken konnte. Ihr Mann war gerade unterwegs, aber sie freute sich sehr über den Überraschungsbesuch. Wir konnten unsere Pause sogar auf der Gartenterrasse genießen, denn mittlerweile hatten sich die Wolken verzogen und die Sonne begrüßte uns mit ihrem strahlenden Lächeln.

 

 

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